„Als trachtete das Zeichen mit unsichern Mitteln in uns ein Verständnis hervorzurufen. Aber wenn wir es nun verstehen, in welchem Zeichen tun wir das?“
Willkommen!
Es gibt viele Wege, die zu meiner Kunst führen. Diese Homepage ist einer davon und gibt Ihnen Einblicke und Informationen über meine Arbeit. Ich hoffe, Sie können Interessantes für sich entdecken. Es würde mich freuen und ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei!
Zeichen-Zirkel
Mit meiner Arbeit bewege ich mich auf Grenzlinien zwischen Bildender Kunst und graphischer Notation. Mit der Zeit entstand eine eigene und unverwechselbare Formenwelt, ein Kosmos aus frei erfundenen Zeichen. Sie verbinden sich in meinen aktuellen Arbeiten zu komplexen Strukturen. Das Zeichen wird im Allgemeinen als Grundelement zum Aufbau von Sprache verstanden. Es meint im Graphischen aber auch das Erzeugen einer Markierung als Bewegungsspur auf einem Untergrund. Mit dem Einlassen auf diese Bewegungsspuren entwickelte sich im Laufe der Zeit eine für mich sehr eigene Technik und Arbeitsweise.
Bewegungsspuren (als Arbeitsweise)
Zu Beginn meiner künstlerischen Tätigkeit brauche ich nur zwei Dinge: ein schwarzes Stück Papier, von der Größe einer Postkarte, und einen klitzekleinen Lötkolben. Mit der Zeit brenne ich feinste Linien und Öffnungen in das Papier, bis ein filigranes Netzwerk entsteht. Diese Arbeit vollzieht sich in einem so kleinen Maßstab, dass Hand und Auge sie nur noch bedingt kontrollieren können. Dabei entsteht ein Freiraum für Unvorhergesehenes und Überraschendes im künstlerischen Prozess.
Wird die Struktur anschließend in den Computer übertragen, öffnet sich eine Vielzahl von weiteren Gestaltungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten. Strukturen können auseinander- und wieder neu zusammengeführt werden. Vor allem aber können sie über die maßstabgetreue Vorlage in jede gewünschte Größe versetzt werden. Eine meiner Arbeiten ist die Fassadengestaltung der Kunsttempel Buchholz. Sie hat die Größe von etwa 8,5 Meter Höhe und 16 Meter Breite.
Bodenpartituren
Für meine Arbeiten, die ich in der nahen Zukunft plane, ist es mir besonders wichtig alle unsere Sinne beim Umgang mit Kunst ins Spiel zu bringen. Im Besonderen die körperliche Erfahrung liegt mir am Herzen und ich möchte sie im Zugang zu meinen Bildern erlebbar machen. Die aktuellen Skizzen und Entwürfe dieser Bilder habe ich für den Boden ausgelegt und bezeichne sie als Bodenpartituren. Von entsprechender Größe sind sie räumlich erfahrbar und können durchschritten und bespielt werden. Über gezielte Anleitung, auch in Form von Workshops, Kursangeboten oder Tagesveranstaltungen, kann die/der Mitwirkende zu ihnen einen kommunikativen Bezug aufbauen. Tänzerische Erkundungen und das Spiel mit Bewegungsformen zu Klängen und Geräuschen werden dabei ebenso fokussiert wie die Arbeit mit sprachlich fassbarer Assoziation, die in Text und stimmlicher Umsetzung ihren Ausdruck finden kann. Auf diesem Wege werden künstlerische Impulse angeregt und freigesetzt. Sie interpretieren die Partitur, verändern sie in der Wahrnehmung und verhelfen so dem freien Spiel zu immer wieder neuer Bewegung.







